IAA 2009 in Frankfurt

Messerundgang IAA 2009

Plakat der IAA 2009 in Frankfurt.

Alle zwei Jahre findet sie statt, die größte internationale Automobilausstellung für Kleinwagen, Sportwagen und Mittelklasseautos, wo etablierte und neue Autobauer ihre Innovationen auf 4 Rädern und technische Wunderwerke in prunkvoller Weise präsentieren. Diesjährig, kurz nach dem Versiegen der Abwrackprämie, ist es merklich ruhiger geworden auf der IAA 2009 in Frankfurt. Einige Hersteller haben erst gar nicht ihre Zelte in der Main-Metropole aufgeschlagen, die Wirtschaftskrise mit den daraus resultierenden Absatzproblemen zieht auch hier ihre Kreise und lässt die Messe schrumpfen. Allerdings lassen es die Platzhirsche hier richtig krachen und brennen besonders im Segment der Kleinwagen ein wahres Feuerwerk an Neuheiten ab.

Kleinwagen mit Elektroantrieb gegen den drohenden Absatzeinbruch

In diesem Jahr stehen insbesondere Kleinwagen im Fokus der Automobilausstellung - kein Wunder, konnten doch in dieser Sparte dank der Abwrackprämienregelung die Umsätze enorm gesteigert werden und Elektroautos der Mittelklasse wie Toyota Prius und Honda Insight elektrische Meilensteine im Bereich Hybrid setzen. Neben den Klassikern wie etwa dem MINI One Kleinwagen, dem Opel Corsa, Renault Twingo oder Ford Ka mit emissionsarmen Diesel- und Benzinmotoren, rücken besonders Elektroautos immer mehr ins Auge der Betrachter - auf dem Stand der Lifestyle-Marke MINI leider nur am Rande mit der Elektrovariante E-MINI. Der französische Hersteller Renault hat sich dem kommenden Antriebskonzept allerdings besonders verschrieben und präsentiert auf seinem Stand gleich vier futuristische E-Mobile mit dem Antriebkonzept per Strom. Neben den Kleinwagen Twizy und Zoe befassen sich die Franzosen auch mit der Mittelklasse und stellen per Strom betriebene Studien des Renault Fluence und des Familienvans Kangoo vor. Im neozeitlichen Grün und Silber stehen die Elektroautos im Mittelpunkt des Messeauftrittes der Franzosen.

Sportwagen und Limousinen mit Elektroantrieb

Tesla Motors hat es in der Vergangenheit ja schon bewiesen, dass sportliches Autofahren mit der Kraft des Stroms möglich ist, daher sind neben vielen Kleinwagen auch sportliche Autos von diesem Konzept geprägt. So steht neben dem neuen Audi R8 Spyder auch gleich die passende Studie im R8 Design parat, der allein mit Strom unter dem Pseudonym e-tron gezeigt wird. Mercedes-Benz zeigt mit dem Concept BlueZero E-Cell Plus eine Variante auf, wo der Verbrennungsmotor allein als Generator zur Stromerzeugung benutzt wird, die Energie in den Lithium-Ionenzellen speichert und somit per Elektroantrieb eine Reichweite von bis zu 600 km möglich macht.

Fast ausgereifter Stromer als Kleinwagen

Dass die Mercedes-Benz Tochter Smart in diesen Punkten bereits die Hausaufgaben gemacht hat, beweisen sie mit dem Smart ed (electro drive). Der Kleinwagen wurde bereits ausgiebig in der Weltmetropole London auf seine Alltagstauglichkeit getestet und wird nun ab November 2009 in der 2ten Generation an ausgewählte Leasingnehmer als Kleinwagen ausgeliefert. Motorisiert ist der Kleinwagen mit einem 30 kW starken Elektromotor, der einen Wirkungskreis von rund 135 km ermöglicht und 2 Personen ohne Schadstoffe befördert. In Serie soll der Kleinwagen dann ab 2012 als Alternative zu den herkömmlich befeuerten Smart ´s gekauft werden können.

Hybridtechnik im Kleinwagen

Volkswagen beweist einmal mehr, dass auch der Einsatz von hybrider Technik, also die Symbiose aus Elektroantrieb mit einem Verbrennungsmotor, durchaus sinnvoll gestaltet werden kann. Der VW L1 Kleinwagen besitzt einen Diesel mit 27 PS sowie einen Elektromotor mit 14 PS, der per Rekuperation und im Fahrzeug integrierten Akkumulatoren seinen benötigten Strom erhält.