Mini Cooper S - Kaufargument Motor
Exclusiver Fahrspass auf kleinem Raum | 2009-06-22
Wer die nackten Eckdaten des kleinen Briten mit bayrischen Eltern sieht, wird im Vergleich zum Vorgänger (bis 2006) kaum signifikante Änderungen feststellen können. Doch nur weil Hubraum und Leistung des Mini mit Sportgenen auf dem Papier nahezu unverändert sind, heißt das nicht, dass nicht eine Evolution stattgefunden hat. Keine Revolution, denn auch der alte Cooper S war nicht schwerfällig, aber der Wechsel des Moterenlieferanten zeigte durchaus Wirkung.
Was ist anders? Nun, statt eines Kompressors, wie noch im Motor von Chrysler, kommt nun dank der Cooperation von PSA Peugeot Citroën und BMW ein 1,6 Liter Turbo-Aggregat mit 175 PS im Rennzwerg zum Einsatz. Halt, wird jetzt mancher meinen. Einen Kompressor gegen einen Turbo eintauschen, ist das sinnvoll? Ja!, kann die Antwort im vorliegenden Fall nur lauten. Der Turbomotor erzeugt ein Drehmoment von 240 Newtonmeter, das schon bei 1.600 Umdrehungen pro Minute anliegt. Mit Overboost, wenn also bei starker Beschleunigung für kurze Zeit der Ladedruck erhöht wird, liegt das Drehmoment sogar bei 260 Newtonmeter. Vorbei also die Zeit des zur Trägheit verdammenden Turbolochs. Der Turbo selbst drückt schon bei 1.400 U/min mit 0,8 bar Frischluft in den Vierzylinder. Drehmomententfaltung wie bei einem Diesel nur eben spritziger.
Dieser Spass hat natürlich seinen Preis. Ab 23.100 Euro ist der Flitzer zu haben. Wer Klimaautomatik (1.290 Euro), ein Glas-Schiebe-Dach (980 Euro), Xenon-Licht (670 Euro) und gar ein Navigationssystem (2.450 Euro ordert, ist schnell bei 30.000 Euro angekommen. Exklusivität hat eben ihren Preis, auch im Kleinwagensegment. Viele Kompromisse muss man dann allerdings nicht mehr eingehen, außer vielleicht der wöchentliche Massagetermin, denn rückenschonend ist die Verbindung aus sportlichem Fahrwerk und deutschen Durchschittsstraßen sicherlich nicht.
Foto von Matthias93