Rückrufaktionen bei Toyota, Peugeot und Citroen

| 2010-02-05

Rückrufaktionen bei Toyota, Peugeot und Citroen

Die Rückrufaktionen bei Toyota weiten sich aus. Zuerst gab es Probleme mit den Fußmatten auf der Fahrerseite, diese konnten sich unter dem Gaspedal verklemmen. Im Januar waren es dann die Gaspedale selbst, die eine Fehlfunktion aufwiesen und jetzt kommen auch noch klemmende Bremspedale hinzu bei den Toyota Prius Hybridfahrzeugen.
Allein in Deutschland müssen über 215.000 Fahrzeuge der Marken Aygo, Auris, Corolla, iQ, RAV4, Verso und Yaris in die Werkstätten, um den Fehler zu beseitigen. Weltweit ist sogar von etwa 8.000.000 Fahrzeugen die Rede.
Eine derart große Zahl von Fahrzeugen ist deshalb betroffen, weil heutzutage ein und dasselbe Teil in sehr viele Fahrzeuge eingebaut wird, um Entwicklungs- und Herstellungskosten zu minimieren.
Deshalb ist nicht nur Toyota betroffen, sondern auch der Peugeot 107 und der Citroen C1 in einer Größenordnung von etwa 10.000 Fahrzeugen. Hersteller des fehlerhaften Gaspedals ist übrigens die US-amerikanische Firma CTS.
Toyota schätzt, dass sich die Gesamtkosten auf etwa 1,4 Milliarden Euro belaufen könnten.
Diese hohe Zahl setzt sich zusammen aus den erwarteten Reparaturkosten und den vermuteten Ausfällen beim Verkauf neuer Fahrzeuge.
Die betroffenen Toyota Besitzer sollten sich mit ihrem Händler in Verbindung setzen und einen Termin vereinbaren. Nur so lässt sich verhindern, dass es zu einem Lieferengpass kommt.
Wer als betroffener Fahrzeugbesitzer ohne Termin bei seinem Händler vorstellig wird, muss damit rechnen, dass das benötigte Teil nicht sofort zur Verfügung steht.
Toyota wird bei den betroffenen Modellen ein Distanzstück in das Gaspedal einbauen.
Dieses vermindert die Reibung und erhöht so die Kraft der Rückholfeder. Dadurch wird gewährleistet, dass das Gaspedal sicher in die Ausgangsstellung zurück geht, wenn man den Fuß vom Gas nimmt. Für die Fahrzeugbesitzer ist diese Maßnahme kostenlos.

Foto by Rolf Krekeler/ Pixelio